Tragearten
Die klassische und weit verbreitete Trageart der Krawatte ist der halsnahe Knoten – natürlich in Kombination mit einem Oberhemd, zum Beispiel mit Kentkragen oder Haifischkragen. Diese Variante ist klassisch und elegant, wirkt sehr gepflegt und korrekt und ist der Standard im Geschäftsleben und bei feierlichen privaten Anlässen.
Der halsferne Krawattenknoten zum klassischen Oberhemd ist bedeutend legerer und vermittelt einen ungezwungenen, eher privaten Charakter. Er kann sowohl leicht gelockert zum geöffneten oberen Kragenknopf getragen werden, aber auch etwa handbreit vom Kragen entfernt in sehr legerer Weise. Beide Varianten wirken sportlich und jung, sind für den gepflegten Business-Look aber gänzlich ungeeignet.
In letzter Zeit ist es auch immer häufiger zu sehen, dass die Krawatte nicht auf dem Oberhemd, sondern direkt auf der Haut unter dem Oberhemd getragen wird. Bei dieser Trageart bleiben die oberen Knöpfe des Hemdes geöffnet und die Krawatte (die hierbei sehr schlicht und möglichst einfarbig sein sollte) wird direkt um den Hals gebunden. Für Besuche in angesagten Clubs und Bars ist diese Variante durchaus ein modischer Hingucker, im konservativen Geschäftsleben aber ein echter Fehltritt.
Grundsätzlich gilt es zu berücksichtigen: Je mehr die Trageform der Krawatte von der klassischen Variante „Oberhemd mit halsnahem Knoten“ abweicht, desto individueller ist nicht nur das optische Erscheinungsbild, sondern desto einzigartiger und gewagter auch die persönliche und modische Aussage. Nicht zuletzt deswegen scheiden sich die Geister, ob eine Krawatte zum T-Shirt oder in Kombination mit Smoking und Kläppchenkragen modisch top oder doch eher flop ist.