Einführung
Aus der Modewelt ist sie nicht mehr wegzudenken – die Krawatte; oftmals auch als Halsbinde, Schlips oder Langbinder bezeichnet. Letzterer Ausdruck stellt bereits sprachlich gut und bildlich dar, worum es sich bei einer Krawatte handelt: Um ein langes, relativ schmales Stück Stoff, das Herren (in jüngster Zeit vereinzelt auch Damen) zum Oberhemd um den Hals tragen.
Die etwa eineinhalb Meter lange Krawatte wird zu einem speziellen halsnahen Knoten gebunden und unter dem Hemdkragen getragen. Das vom Kragen am Oberkörper hinabhängende Stück Stoff verdeckt schließlich die Knopfleiste des Hemdes. Der Krawattenknoten kann hierbei auf unterschiedliche Weise gebunden werden, sollte aber in jedem Fall verschiebbar sein, um einen optimalen Sitz der Krawatte zu gewährleisten.
Neben der traditionellen Krawattenform, die je nach aktuellen Trends breiter oder schmaler ausfallen kann, sind zusätzlich noch Sonderformen bekannt. Hierzu gehören der Krawattenschal und der Plastron. Der Krawattenschal wird im Gegensatz zur Krawatte nicht fest gebunden, sondern nur einmal locker durchgeschlungen und leger im offenen Hemdkragen getragen.
Der breite und deutlich kürzere Plastron – auch Ascot oder Ascotkrawatte genannt, da er häufig im Reitsport anzutreffen ist – wird traditionell zum Cut oder Gehrock getragen. Der Begriff „Krawatte“ geht auf die aus dem Französischen stammende Bezeichnung „à la croate“ zurück, was soviel bedeutet wie „wie die Kroaten“. Im Sprachgebrauch wurde „à la croate“ schließlich zu „cravate“. Auch der Kroate selbst wird in Deutschland und Österreich mundartlich als „Krawat“ bezeichnet.