Muster

 

Streifen, Punkte, Formen und Florales

Derzeit geben Streifen in allen Variationen ganz eindeutig den Ton an. Das Deutsche Krawatteninstitut schätzt, dass rund 80 Prozent der derzeit am Markt erhältlichen und verkauften Langbinder gestreift sind. Die Auswahl reicht dabei von gewebten Ton-in-Ton-Streifen bis zu aufgedruckten mehrfarbigen Blockstreifen. Egal welches Streifendessin gewählt wird, in Deutschland und weiten Teilen Europas verlaufen die Streifen dabei immer aus Sicht des Betrachters in Leserichtung von links unten nach rechts oben, während in den USA die Streifen genau anders herum von links oben nach rechts unten angeordnet sind. Die verwendeten Stoffe können dabei aber durchaus identisch sein, denn bei diesen sind die Streifen immer in Querrichtung eingewebt oder aufgedruckt. Der unterschiedliche Verlauf kommt erst durch die diagonale Verarbeitung der Krawattenstoffe zustande. Warum die Streifen in Europa und den USA anders verlaufen, kann nur spekuliert werden. Während manche Theorien besagen, dass durch die aufsteigenden Streifen die ebenfalls steigenden Börsenkurse symbolisiert werden sollen, besagen andere Theorien, dass ein Schneider in den USA den Krawattenstoff versehentlich in falscher Richtung verarbeitet und sich dieses dann eingebürgert hat.

Neben Streifen in allen Variationen gehören aber auch Punkte und Paisley-Muster sowie Strukturen, geometrische Formen und florale Muster zu den gängigen Krawattendessins. Auch Kombinationen verschiedener Muster sind zu finden. Bei der Auswahl der passenden Krawatte aus dem umfangreichen Angebotsspektrum an Mustern und Farben ist eher vorsichtige Zurückhaltung geboten als unbekümmerte Willkür, denn die Grenzen zwischen modisch, mutig und lächerlich sind oftmals nur haarfeine Grate. Eine unpassende Krawatte kann somit schnell zu einer Peinlichkeit werden, das Ansehen des Krawattenträgers unerwünscht negativ beeinflussen und sogar Chancen verbauen – sowohl im Geschäftsleben als auch privat.
 



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